Wie weitläufig bereits bekannt sein dürfte, hat Yahoo! bereits vor einiger Zeit das Übernahmeangebot von Microsoft abgelehnt, obwohl dieses zu einem Großteil den Wert, den Yahoo!s Aktien momentan besitzen, übersteigt. Schlussendlich entschloss sich Yahoo! dazu, in Zukunft mit Google zusammenzuarbeiten.
Außenstehenden dürfte das ganze fast so erscheinen, dass Google ein weiteres Mal Microsoft ausgestochen hat. Wenn man sich die Unternehmen Google, Microsoft und Yahoo! jedoch einmal etwas näher anschaut, kommt man zu einem ganz anderen Schluss.
So dürfte es Microsoft nicht unbedingt schlaflose Nächte bringen, dass der Yahoo!-Deal geplatzt ist. Yahoo! ist durch die Zusammenarbeit mit Google nun gezwungen Werbeanzeigen von Google auch in den eigenen Suchmaschinenergebnisseiten unterzubringen. Des Weiteren besteht der Vertrag der Zusammenarbeit aus vielen Klauseln, die bestimmen, woran sich Yahoo! halten muss und was bei Nichteinhaltung passiert. So muss Yahoo! eine beträchtliche Vertragsstrafe zahlen, wenn sich das Unternehmen eines Tages entscheiden sollte, dass Yahoo! doch an einen anderen verkauft werden soll. Google hat Yahoo!, einen seiner stärksten Konkurrenten, also festgenagelt, anstatt ihn auszumerzen.
Der Vertag beinhaltet aber noch eine Vielzahl an weiteren Bestimmungen, unter denen auch eine große, die von Vorteil für Microsoft ist. So ist die besagte Vertragsstrafe von Yahoo! beim Verkauf an jedes andere Unternehmen außer Google und auch Microsoft(!!!) zu bezahlen.
Wie man sieht, sind die Türen zu Yahoo! für Microsoft keines Falls geschlossen. Im Gegenteil, durch das Festnageln von Google, kann sich Microsoft nun alle Zeit der Welt lassen, um an neuen Plänen zu schmieden.
Die Frage ist nur, wie lange es dauern wird, bis das Kartellamt ernsthafte Schritte gegen die beiden Big-Player unternimmt.

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