TYPO3 ist ein sogenanntes CMS (Content Management System), welches für die Erstellung und Wartung von Webpages und deren Inhalten verwendet wird. Dieses CMS ist eine Open Source Anwendung, was bedeutet, dass der Quellcode des Programms offen und für jeden zugänglich ist, was eine ständige Weiterentwicklung von jedem, der sich damit auskennt, ermöglicht.

Typo3 – die technische Basis

Die Anwendung basiert auf der Skriptsprache PHP und wird meist in Verbindung mit einer MySQL Datenbank eingesetzt. Andere Datenbanken, die zum Einsatz gebracht werden können, sind zum Beispiel Oracle und PostgreSQL.
Einer der vielen Vorteile von TYPO3 besteht darin, dass kinderleicht Plugins (auch extensions genannt) hinzugefügt werden können und zwar ohne, dass man selbst Programmcodes erstellen muss. Diese Plugins sind teilweise so umfangreich, dass man sie fast schon als eigene Anwendungsprogramme beschreiben könnte. Insgesamt gibt es derzeit an die 3.000 solcher Erweiterungen, darunter beispielsweise, Shop-Systeme, News, Diskussionsforen und viele andere.

Mehrsprachige Typo3 Front- und Backend

Ein weiterer hoch geschätzter Vorteil von TYPO3 ist, dass das Front- und Backend mehrsprachig sind und aufgrund des freien Quellcodes auf der ganzen Welt eine ständige Weiterentwicklung stattfindet.
Aufgrund der hohen Komplexität von TYPO3 ist für Webpage Entwickler eine mehrwöchige Einlernphase von Nöten. Für reine Redakteur Tätigkeiten reicht allerdings eine Einschulung von ein paar Stunden, da ein Rich-Text-Editor das Einfügen und Bearbeiten von Inhalten aus Textverarbeitungsprogrammen (wie zum Beispiel Word) ohne HTML-Kenntnisse ermöglicht.
Das Backend, also die Verwaltung, von TYPO3 wird über den im Browser sichtbaren Teil des Programms vorgenommen. Hier können auch Inhalte erstellt und ebenfalls bearbeitet werden. Durch Freigabe durch den Administrator ist dies auch direkt am Frontend, also auf der Webpage selbst, möglich.
Das Layout der Seite wird mit Hilfe von Templates (auch Formatvorlagen genannt) ermöglicht. So können die Navigationsleisten, die Positionierung der Überschriften, die Schriftgröße, -art und –farbe und vieles mehr definiert werden. Bei solchen Templates unterscheidet man unter TYPO3 zwischen HTML-Templates und TypoScript-Templates. Das HTML-Template verwendet hierbei sogenannte Marker. Diese Marker werden von TYPO3 in verschiedene Inhalte, wie zum Beispiel Texte, Navigation, oder Grafiken umgewandelt und ersetzt. TypoScript-Templates hingegen beinhalten eine Konfigurationssprache, mit welcher genauer bestimmt werden kann, was mit den eben genannten Markern passieren soll.

Typo3 Historie

Die erste Version von TYPO3 ist im Jahre 1998 erschienen und hat von da an seinen Erfolgszug begonnen. Mittlerweile wird bereits an der 4.x bzw. an der 5.0 Version von TYPO3 gearbeitet.
Nachdem TYPO3, wie bereits eingangs erwähnt, eine Open Source Anwendung ist, gibt es keinen Support durch den Software-Hersteller. Das muss allerdings nicht unbedingt von Nachteil sein, denn Hilfe bei Problemen erhält man durch die Community, welche auf der ganzen Welt vertreten ist. So kann es passieren, dass man schneller zu kompetenter und vor Allem nicht umsatzorientierter Hilfe gelangt, als dies bei einem gewöhnlichen Support eines Software-Herstellers der Fall wäre.

Alles in Allem kann man also sagen, dass TYPO3 eine ideale Wahl ist, wenn es um die Erzeugung von großen und mittelgroßen Webpages geht.