Seit einiger Zeit fällt auf, dass die Sites und die Projekte immer abenteuerlichere Namen bekommen. XING, Fringle, Screeper – kaum eine Lautkombination, die es nicht gibt. Oft auch entlehnt aus afrikanischen Sprachen. Die Frage ist, ist das nur ein Spleen oder hat das reale Hintergründe. Grundsätzlich hat man mit der Domänenwahl, wenn man international agieren möchte, ein Problem.  Die Abklärung von Markenrechten in anderen Ländern, die Bedeutungsanalyse der Markennamen in anderen Ländern – manch einer hat hier schon böse Überraschungen erlebt – ist aufwendig und kostet viel Geld. Die meisten Begriffe des deutschen Dudens sind registriert .  Da man viel Geld und viel Zeit in die Domäne steckt, muss dieser Name eben unique sein und frei von jeglichem Begriffassoziationen in irgend einem Land, das man gerne erobern möchte. Speziell die Asiaten stellen hier ein Problem dar, so hat manch ein westlicher Eroberer hier schon einen Kalauer gelandet. Im Prinzip muss man so mit den Buchstaben und den Lauten vorgehen, wie der Künstler Richter mit dem Fenster im Kölner Dom. Es muss sich hell und freundlich anhören, eine angenehme Assoziation bergen ohne einen direkten Begriff in irgendeinem Land wiederzuspiegeln. Die Füllung des Lautes mit Begriffen, damit beschäftigt man sich dann währen man die Site bewirtschaftet. Skype ist wohl das Beispiel schlechthin für ein solches Vorgehen. Xing auch. Man könnte die Lautfindung auch Rechnern überlassen. Ob das schon jemand gemacht hat – man möge den großen Gott Google in seiner Allwissenheit fragen. Wie war das noch mit Google …

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