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Klickbetrug bei Google AdWords und deren Gegenmaßnahmen

Heutzutage besitzt fast jede Website Anzeigen von Google. Der Grund warum, ist ganz einfach: schon für wenige Euro am Tag lässt sich der Traffic auf die Seite merklich steigern. Google macht damit ein Milliardengeschäft und somit ist es auch leicht verständlich, dass Googles Haupteinnahmen aus dem Geschäft mit Textanzeigen kommen.
Im Spiegel wurde kürzlich ein Betrag veröffentlicht, der sich mit Klickbetrug im Google AdWords System beschäftigt. Dabei wurde aufgedeckt, dass mit Hilfe von Betrugsrobotern „künstlich“ generiert werden und dabei die Anzahl der Klicks manipuliert werden. Diese Betrugsroboter zu erstellen ist darüber hinaus keine schwere Sache. So brachte der Spiegel das Beispiel eines Softwareentwicklers, dem es innerhalb von zwei Tagen gelang einen solchen Betrugsroboter zu programmieren, welcher die Anzahl der Klicks im beliebigen Ausmaß verändern kann. Der Nachteil der daraus entsteht ist unter anderem die sinkende Konversionsrate.
Sogar Google selbst geht davon aus, dass 10 Prozent aller Klicks ungültig, also nicht natürlich, sind. Google behauptet allerdings, dass diese Klicks vom System ausgefiltert werden und die Kosten für die falschen Klicks somit auch nicht an die Kunden verrechnet werden. Das Beispiel, welches der Spiegel nennt, zeigt allerdings ein anderes Bild. Die Klicks des vom Softwareentwickler programmierte Roboters wurden von Google nicht als „falsche“ erkannt und dem Webseitenbetreiber ohne Abschläge weiterverrechnet. Das Resultat war, dass das Klickbudget in kürzester Zeit aufgebraucht war.
Wie hoch der Prozentsatz der ungültigen Klicks wirklich ist, kann man nicht sagen. Es gibt allerdings Annahmen, dass er vor allem in heiß umkämpften Sektoren wie beispielsweise dem Finanzsektor die 25 Prozent Marke weit überschreitet.
Viele werden sich aus diesem Grund nun auch die berechtigte Frage stellen, ob es sich überhaupt noch lohnt, bei dem Google AdWords Projekt teilzunehmen. Die Antwort ist nein. Trotz der besagten Mängel ist dass Google AdWords System dennoch sehr effizient und besitzt eine unvergleichbar hohe Reichweite. Es sollten sich vielmehr die Betreiber von Google AdWords Anzeigen nicht blind auf das System verlassen, sondern ab und an die laufenden Kampagnen auch kontrollieren. Für solche Erfolgskontrollen stellt Google viele hilfreiche Tools von vorn herein zur Verfügung, welche man auch nutzen sollte. Das kann man zum Beispiel machen indem man die einzelnen Anzeigen immer wieder auf die Konversionsrate hin kontrolliert. Ist diese deutlich niedrig, kann das ein Hinweis auf einen möglichen Klickbetrug sein. Des weiteren kann es sehr hilfreich sein, wenn man auf die Schaltung der Anzeigen im Content Netzwerk verzichtet, weil in diesem Bereich die Gefahr des Klickbetrugs deutlich erhöht ist. Möchte man dennoch auf die Nutzung des Content Netzwerkes nicht verzichten, sollte man die beteiligten Seiten häufig kontrollieren und auffällige Seiten sperren lassen. Eine andere gute Maßnahme um den Klickbetrug etwas einzudämmen, ist, dass man die Anzeigen nur zu Tageszeiten schaltet, in denen die normale Zielgruppe im Internet ist und etwas kauft. Ebenfalls kann eine geographische Beschränkung der Anzeigen nützlich sein, denn viele dieser Betrugsroboter arbeiten international. Mit der geographischen Beschränkung werden diese von vorn herein ausgeschalten.
Wie schon gesagt, ist es hilfreich die oben beschriebenen Maßnahmen zu verwenden und auch auf die Nutzung der Google Tools zur Erfolgskontrolle zurückzugreifen. Wem dies nicht möglich ist, sei es, weil man keine Zeit dafür hat, oder weil man sich damit nicht auskennt, sollte darüber nachdenken, eine Webagentur mit der Wartung der Anzeigen zu beauftragen.

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