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Googles und Microsofts gefürchtete Offline-Aktivitäten

Die Dominanz der beiden Großbetriebe Google und Microsoft in der IT-Branche wird immer mehr spürbar. Nun haben auch erste Werbeagenturen ihre Besorgnis bei den Cannes Lions Festivals – eine der weltweit bekanntesten Veranstaltungen der Werbebranche kundgetan. Stark kritisiert wurde unter anderem vor allem Googles Vorgehensweise, denn durch die Zusammenarbeit mit Yahoo! werden künftig Google AdWords-Anzeigen in den Suchmaschinenergebnissen von Yahoo! gelistet werden. Google wird vorgeworfen seine Vormachtsstellung im gewinnbringendsten Segment der Online-Werbung auszubauen. Die New York Times ergänzt diese Befürchtungen der Werbeagenturen und fügt hinzu, dass Microsoft und Google immer mehr auch in den „traditionellen“ Werbebereich eindringen würden.
Die Werbeagenturen seien aber dennoch auf die Zusammenarbeit mit Google und Microsoft angewiesen, um sich am Markt behaupten zu können. Die WPP Group zum Beispiel – ein Medienkonzern aus Großbritannien – investiert ca. 900 Millionen Dollar in Google AdWords-Anzeigen im Jahr. Darüber hinaus sei jede Werbeagentur, die auch im Internet tätig ist auf die zahlreichen Tools von Google und Co. angewiesen.
Eine weitere nicht gern gesehene Aktion der kurzen Vergangenheit ist Microsofts Übernahme von Navic Networks – einem TV-Werbespezialisten. Die Werbeagenturen beklagen sich hier vor allem darüber, dass sie gar keine Chance gehabt hätten für den Kauf des Unternehmens mitzubieten, da niemand über ein so gigantisches Budget verfüge, wie dies bei Microsoft der fall ist.
So gerät weiters Google Aufkaufen der Firma DoubleClick und Microsofts Aufkaufen der Firma aQuantive ins Kreuzfeuer der Kritik.
Im deutschsprachigen Raum sieht man diese Entwicklung im Moment noch eher gelassen. Da hier zu Lande die Online-Werbung nur einen geringen Anteil des Gesamt-Werbe-Umsatzes ausmacht und viele Branchen noch über gar keinen Online-Auftritt verfügen. Auch die Angst vor möglichen Offline-Werbeaktivitäten der Internetriesen hält sich bei uns in Grenzen. Spezialisten meinen, dass es für Google und Co. schwer sein dürfte auf diesem Neuland Fuß zu fassen. Das Ganze sei nur anhand von Kooperationen zu schaffen, von denen schlussendlich auch die hiesigen Werbeagenturen profitieren würden.

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