Kontakt: 0221 6778 237 0

Google, die Malware-Schleuder

Malware ist mittlerweile keine Randerscheinung des Internets mehr, sondern gehört fast schon zum Alltag eines Surfers. Gerade vor Kurzem wurde eine Studie durchgeführt, die sich mit den Urherbern dieser Schadsoftware beschäftigen. Dabei kam heraus, dass eines der fünf größten Rechnernetzwerken, die solche schädliche Software in Umlauf bringen, eines von Google höchst persönlich ist.
Mit Abstand die Nummer Eins bei der Vertreibung solcher unliebsamen Software ist allerdings China. So wurde fest gestellt, dass eine gute halbe Millionen Webseiten, die Malware ausbreiten, ihren Standort in China haben. Überraschend ist, dass Google auf dieser Liste der fünf größten „Malware-Schleudern“ auftaucht, denn im Vergleichzeitraum des letzten Jahres, war Google auf dieser Liste noch nicht zu finden.
Ein möglicher Grund warum sich dies im vergangen Jahr so stark geändert hat, sehen die Autoren der Studie darin, dass die Autoren solcher Malware verstärkt Interesse am Web-Service Blogger von Google zeigen. Dieser Service von Google sei aus dem Grund so interessant, weil es gratis und offen für alle ist. Des weiteren bereite es nicht all zu viel Aufwand, hunderte oder tausende Blogs mit speziell präparierten Inhalten anzulegen, welche dann in weiterer Folge zum Vertrieb der Malware genützt werden kann.
Google stehe dem allerdings nicht machtlos gegenüber, sondern es sei vielmehr der Fall, dass solche Blogs, die Schadsoftware enthalten, in der Regel innerhalb eines Tages entfernt werden. Die Möglichkeit, einen Schadcode in diverse Seiten zu integrieren, seien allerdings dennoch sehr vielfältig und werden deswegen auch dementsprechend oft genutzt. Viele andere Anbieter gehen da mittlerweile schon einen anderen Weg und haben zum Teil massive Einschränkungen gesetzt, was zum Beispiel das Verwenden von Java-Scripts betrifft. Beim Service von Google sei dies allerdings noch nicht der Fall.
Insgesamt auf die Welt gesehen überschritten die Infektionsraten von amerikanischen Netzwerken (wie auch Google eines ist) nicht dem weltweiten Durchschnitt. Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass gerade Europa in dieser Hinsicht weit unter dem Durchschnitt bleibt. Die Autoren der Studie führen das darauf zurück, dass Europa entweder ein weitaus weniger beliebtes Angriffsziel ist, oder dass die Administratoren hier einfach eine bessere Arbeit leisten.

Schreibe einen Kommentar

Kontakt

Aachener Str. 1253, Bürogebäude 1, 50858 Köln
Telefon:+49 (0) 221 6778 237 0
Fax: +49(0) 221 6778 237 9