„Cloud Computing“ heißt das Schlüsselwort, mit dessen Hilfe in Zukunft Anwendungen nicht mehr lokal auf einem Computer installiert werden sollen, sondern über den Webbrowser abrufbar sein werden. Voraussetzung für die Durchführbarkeit solcher Anwendungen ist ein leistungsfähiges Netzwerk bzw. eine leistungsfähige Internetverbindung. Der Vorteil liegt unter anderem darin, dass der User nicht mehr alle notwendigen Systemanforderungen besitzen muss, damit ein Programm läuft, da dies ja der Anbieter für ihn dann übernimmt. Bei nur gelegentlicher Nutzung einzelner Anwendungen können somit auch Kosten gespart werden. Einer der größten Nachteile ist, dass es bis heute noch nicht vollkommen möglich ist, Anwenderdaten 100 Prozent sicher zu übermitteln (wie man beispielsweise auch immer wieder von Kreditkarten Betrugsfällen im Internet hört). Suchmaschinen rechnen sich nichts desto trotz hohe Gewinne bei Business-Kunden aus, wenn sie solche Dienste anbieten.
Der Produktmanager von Google Rishi Chandra erklärt, dass es keine Frage ist, ob sich Cloud Computing irgendwann durchsetzen wird, sondern wie schnell es sich durchsetzen wird.
Google bleibt hier allerdings kein First Mover. Auch andere Unternehmen haben schon Pläne entworfen um auf dem neuen Markt rechtzeitig präsent zu sein. So beispielsweise Microsoft, Salesforce.com und auch Amazon.com. Die Voraussetzung für solche Webbrowser-Applikationen ist natürlich die fehlerfreie Nutzbarkeit dieser, oder zumindest die gleich fehlerfreie, wie bei lokal installierter Software.
Google zeigt sich der Konkurrenz gegenüber allerdings gelassen. Chandra erklärt, dass alle an neuen Wegen arbeiten und dies eine „gesunde“ Konkurrenz sei.
Ein besonders großer Motor für Innovationen stelle der Consumer-Markt dar, der wesentlich „heikler“ sei als der Business-Markt. Chandra fordert ebenfalls offene Standards für Software. Es dürfe keine Rolle spielen, welches Betriebssystem ein User verwende, genauso wenig in welchem Teil der Welt dieser sich gerade befinde.

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