Suchmaschinenoptimierung für Baidu

China ist derzeit wohl eines der Länder mit dem größten Wachstumspotential, auch wenn dieses mit der momentanen Wirtschaftskrise ein bisschen abgeschwächt wurde. Nichts desto trotz werden viele Produkte, die man hier zu Lande kaufen kann in China produziert oder auch dorthin exportiert.
Auch hinsichtlich der Suchmaschinen hat China einiges zu bieten. So ist Baidu momentan eine der am stärksten wachsenden Suchmaschinen weltweit. Das Ganze ist nicht sehr verwunderlich, wenn man bedenkt, dass China etwa 1,4 Mrd. Einwohner hat. Dennoch besitzen nur geschätzte 22 Prozent einen Internetzugang. Demzufolge kann man auch hier von einem gewaltigen Potential sprechen – als Vergleich: in Deutschland besitzen in etwa 70 Prozent der Bevölkerung einen Internetzugang.
Spricht man von Suchmaschinen, so denkt man als erstes an Google, da Google in weiten Teilen der Welt der Marktführer in diesem Sektor ist. In China ist der Marktanteil des Riesen allerdings verschwindend gering. Lediglich 3 Prozent der Suchanfragen werden über Google getätigt. Die Nummer 1 dort ist – abgesehen Touristen und Geschäftsleuten aus dem Ausland – Baidu.
Da auch hierzulande viele Unternehmen international tätig sind, macht es oft auch Sinn, sich einmal Gedanken über eine Suchmaschinenoptimierung in China, besser gesagt für Baidu zu machen.
Die erste Hürde – und wahrscheinlich auch eine der größten – ist die Sprache. Bei Baidu sind fast ausschließlich Seiten in chinesischer Sprache indexiert. Ausnahmen sind lediglich Großunternehmen, die weltweit bekannt sind, wie etwa Nike.
Zum Content einer Seite kann man sagen, dass es sich herausgestellt hat, dass Baidu den Content stärker zu gewichten scheint, als dies Google macht. Man sollte also darauf achten, dass der Content ordentlich ist. Des Weiteren gibt es in China bekanntlich eine Zensur des Internets. So müssen pornografische Inhalte, oder Inhalte die die Regierung kritisieren (Stichwort: Tibet) vermieden werden, vorausgesetzt man will nicht sofort aus dem Index fliegen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist es vielleicht auch noch zu erwähnen, dass es sehr schwierig ist wieder in den Index hineinzukommen, wenn man einmal hinausgeflogen ist.
Möchte man noch näher auf die Gestaltung des Contents eingehen, so hört man beispielsweise oft, dass eine Keyword Dichte von etwa 6 Prozent angemessen ist. Natürlich sind diese Zahlen immer mit Vorsicht zu genießen und man sollte sich auch hier nicht darauf versteifen. Der Linktitel und die Überschriften scheinen bei Baidu darüber hinaus nicht so stark ins Gewicht fallen, wie bei Google. Gleich ist es mit der Verwendung von alt-Tags für Bilder, diese beeinflussen das Ranking so gut wie gar nicht. Wichtig ist es einfach, dass die Seite gut strukturiert ist und einen ordentlichen Content vorweisen kann.
Bei der Wahl der Domainendung kann man sagen, dass logischerweise .cn am besten geeignet ist. Auch .com Domains erzielen ein gutes Ranking. Aufpassen muss man sich nur auch hier wieder hinsichtlich der Zensur. Ist man bereits negativ aufgefallen, kann es unter Umständen schwer sein erneut an einen .cn Endung heranzukommen. Das Hosting im Allgemeinen ist in China eher mies, auch darüber sollte man sich Bewusst sein.
Bei Baidu spielen – anders als bei Google – die Meta Tags eine große Rolle für das Ranking einer Seite. Die robot.txt hingegen wird von Baidu gar nicht beachtet. Fehlerseiten sind bei dieser Suchmaschine ebenso wenig ein großes Problem.
Zusammengefasst könnte man sagen, dass Baidu eine ältere Version von Google ist. Als Leitfaden kann man den Stand der Suchmaschinenoptimierung für Google von vor ein paar Jahren heranziehen.

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