Wie kann man sich vor Content-Klau schützen?

Vor Allem Systeme, die mit Wordpress arbeiten haben oft das Problem, dass ihre automatisch erstellten RSS und Atom Feeds von maschinellen und manuellen Content-Dieben überfallen werden. Diese Feeds ermöglichen es nämlich sehr leicht, dass auf den Content zugegriffen werden kann und dieser kopiert werden kann. Dieses Problem beschränkt sich allerdings nicht nur auf Wordpress, sondern ist generell ein Trend der momentan immer stärker beobachtet werden kann.
Mittlerweile gibt es sogar schon Plugins, die es ermöglichen, dass ganz automatisch fremde Feeds ausgelesen werden und auf den eigenen Blog mit samt dem Inhalt stellen.
Dies ist nicht nur ärgerlich für den Urheber des Textes, sondern kann darüber hinaus auch noch zu ernsthaften Schwierigkeiten hinsichtlich des Suchmaschinenrankings führen. Das Stichwort hierzu lautet: Duplicate Content. Zwar ist Google bereits in der Lage Duplicate Content zu erkennen und nur das Original (abhängig vom Erstellungsdatum) zu listen, allerdings wird der Duplicate Content nicht immer als solcher erkannt. Häufig steht der geklaute Inhalt auf einer Seite, die auch anderen Text enthält und so tut sich die Suchmaschine häufig schwer den Duplicate auch zu erkennen. In weiterer Folge kann es dann sogar dazu kommen, dass die Seite, welche den geklauten Inhalt verwendet vor einem selbst bei den Suchmaschinen gelistet wird und der Urheber der Texte verliert den Traffic an den Dieb.
Wie kann man nun aber gegen einen solchen Content-Klau vorgehen?
Eine gute Möglichkeit ist es, wenn man die Feeds „entschärft“. Das erreicht man damit, dass man die Feeds nicht als Volltext, sondern in der gekürzten Version versendet. Hierbei werden dann nur die ersten 150 Zeichen bzw. die optimale Kurzfassung an die Leser versendet. Dieser Feed kann zwar nach wie vor geklaut und verwendet werden, der Schaden hierbei wird allerdings wesentlich geringer, als bei der Vollversion sein.
Eine weitere wirkungsvolle Methode ist es, wenn man einen bereits bekannten Dieb aussperrt. Dies erreicht man damit, dass man dem Dieb den Zugriff auf die Seite verweigert, also die IP Adresse aussperrt.
Viele Webmaster möchten nun vielleicht wissen, ob schon Content von ihrer Seite geklaut wurde. Hierfür gibt es Suchmaschinen, wie zum Beispiel Copyscape oder das Programm Plagiarism-Finder, welche es ermöglichen schnell gestohlene Inhalte im Netz wiederzufinden.
Als weiterführende Schritte, kann man dann, neben den oben bereits genannten, entweder den rechtlichen Weg einschlagen (dazu sollte man allerdings die Beweislage mit Screenshots absichern), oder aber man wählt einen einfacheren Weg und zwar den über Google. Bei der Suchmaschine kann man nämlich einen DMCA-Antrag stellen (DMCA steht für Digital Millennium Copyright Act). In der Regel reagiert Google schnell auf solche Hinweise und sperrt den besagten User dann aus seinem Index aus.
Hat man die Möglichkeit, die Kontaktdaten des Diebes ausfindig zu machen, sollte man sich auf alle Fälle mit diesem in Verbindung setzen.

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