Zum Thema Bannerblindheit

In der Online Marketing Szene scheint ein neues Trendwort in Umlauf gekommen zu sein. Die Rede ist von der Bannerblindheit. Häufig wird darüber auf Seiten berichtet, oder gebloggt. In diesem Zusammenhang beschweren sich dann Blogger und Webmaster darüber, dass die Anzeigen, die sich auf ihrer Seite befinden zu wenig oft geklickt werden und deshalb die Werbeeinnahmen zurückgehen. Auf der Gegenseite meckern die Werbetreibenden, dass trotz der hohen Ausgaben, die Anzahl der gekauften Produkte zurückgeht.
Die Folge dieser Entwicklung ist, dass den Usern vorgeworfen wird, dass diese eine regelrechte Bannerblindheit entwickelt hätten und deswegen die ganze Maschinerie nicht mehr so funktioniert, wie einst.
Es mag stimmen, dass vieler User in der Tat die besagte Bannerblindheit entwickelt haben. Doch man sollte den Gedankengang nicht dabei belassen, den Usern die Schuld zu geben, sondern man sollte sich Gedanken darüber machen, wie diese Bannerblindheit entstanden ist.
Warum klickt ein User auf ein Werbebanner? Ein User wird auf ein Werbebanner klicken, wenn er findet, dass er durch den Klick einen Mehrwert erhält. Das heißt, wenn er weiterführende Informationen zu einem Thema findet, über das er auf der Seite gerade gelesen hat, oder wenn er zum Beispiel die Möglichkeit hat ein Produkt gleich zu kaufen. Das Problem ist nun, dass die Werbung immer oberflächlicher wird und nicht auf den User zugeschnitten ist. Liest sich ein Besucher gerade einen Artikel über Italien durch, heißt das nicht automatisch, dass dieser ein Hotelzimmer in Rimini reservieren will. Werbung muss deshalb auf den Inhalt einer Seite zugeschnitten sein, damit diese auch funktioniert. Darüber hinaus kann man auch beobachten, dass eine Vielzahl dieser unpassenden Werbung so aufdringlich gestaltet ist (zum Beispiel Layers, oder Pop-ups), dass es nur logisch erscheint, dass der User früher oder später diese ignorieren muss, um mehr oder weniger ungestört surfen zu können. Internetsurfer werden regelrecht zugemüllt und überflutet von Werbung, würden diese jeder Aufmerksamkeit schenken, dann würde sich das Surfen auf Werbung beschränken.
Ein Beispiel dafür, wie man es richtig machen kann, sind die Google AdWords. Nicht umsonst haben diese einen so großen Erfolg. Sie sind genau auf die Suchanfrage zugeschnitten und werden deshalb auch häufig geklickt, weil sie einen Mehrwert darstellen.
Man sollte sich also in Zukunft, wenn es um Bannerblindheit geht, selbst fragen, was man vielleicht falsch gemacht hat und was man besser machen könnte. Die, die Werbung auf ihrer Seite platzieren möchten, sollten darauf achten, dass diese auch auf die User zugeschnitten ist und einen Mehrwert darstellt. Die Werbetreibenden – also die, die die Werbung erstellen – sollten darauf achten, dass diese ansprechend ist, nicht aufdringlich und nicht Sachen verspricht, die dann nicht eingehalten werden, nur um die Klickrate zu erhöhen.

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