Yahoo! muss sich nun gegenüber seiner Aktionäre verantworten

Am vergangen Freitag war es nun endlich soweit, dass die Hauptversammlung der Aktionäre von Yahoo! in San Jose abgehalten wurde. Die Hauptversammlung wurde wahrscheinlich nicht zu letzt wegen der ständigen Übernahmeversuche der Firma Microsoft schon öfters vertagt. Jerry Yang – der Chef des Internetkonzerns – musste gegenüber seiner Aktionäre Rede und Antwort stehen und das wiederholte „Nein“ zu den Übernahmeangeboten von Microsoft rechtfertigen.
Dieses „Nein“ wurde von vielen Aktienbesitzern seit jeher aufs schärfste kritisiert und so forderten viele zuletzt den Rücktritt Yangs. Vor allem der Großaktionär Carl Icahn machte seinem Unmut immer wieder Luft und wollte zuletzt sogar durch Neubesetzung des Gremiums den Verkauf von Yahoo! endlich durchbringen. Dies konnte allerdings noch in letzter Minute von Yahoo! verhindert werden. So wurde ein Kompromiss mit Icahn geschlossen in welchem vereinbart wurde, dass dem Großaktionär drei Sitze im Verwaltungsrat zustehen. Dies veranlasste Icahn den Sturz des Gremiums doch zu unterlassen, aber an seinen Plänen, dass Yahoo! an Microsoft gehen soll, hat dies nichts geändert.
Mehrere Angebote von Microsoft hatte Yahoo! in der Vergangenheit abgewiesen. Immer mit der Begründung, dass diese zu gering seien. Aufgrund des immer stärker werdenden Drucks seitens der Aktionäre, sagte Yahoo! zuletzt, dass ein Verkauf nicht mehr ausgeschlossen sei. Microsoft allerdings sei an einem Kauf des Internetkonzerns nicht mehr interessiert.
Microsoft versuchte mit dem Kauf von Yahoo! seinen ewigen Konkurrenten Google in scharfer weise zu attackieren. Die Firma Google, welche den Suchmaschinenmarkt im großen Stile dominiert, konnte dieses Vorhaben von Microsoft allerdings abwenden und ist im Gegenzug selbst mit Yahoo! eine Partnerschaft eingegangen.
Es wird sich zeigen, wer sich schlussendlich durchsetzt. Klar ist auf alle Fälle, dass aufgrund des starken hin und hers Yahoo! am meisten darunter leidet.

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