Weshalb dem Google PageRank zu viel Bedeutung beigemessen wird

Gerade jetzt, wo das letzte PageRank Update erst ein paar Tage her ist, macht es vielleicht Sinn, vor allem für die Leute, die dabei nicht so gut abgeschnitten haben, einmal Argumente zu nennen, warum dem PageRank generell zu viel Bedeutung beigemessen wird. Der Mythos des PageRank hat sich in viele Köpfe eingebrannt und wird all zu oft – und auch oft falsch – als eine der wichtigsten Bemessungsgrundlagen für den Erfolg einer SEO Kampagne herangezogen. Natürlich gibt es sonst auch nur wenige – bis auf die Platzierung der Keywords bei den Suchmaschinen – objektive Methoden den Erfolg einer solchen Kampagne zu messen. Dabei spielt der kleine grüne Balken für die Qualität und die Platzierung einer Webseite – was die eigentlichen Ziele einer SEO Kampagne sind – nicht mehr die entscheidende Rolle, wie es früher einmal gewesen sein mag.
So ist es heutzutage, um zum ersten Argument zu kommen, viel wichtiger einen sogenannten Trust Rank bei den Suchmaschinen zu erlangen. Man kann in bestimmter Weise behaupten, dass der Trust Rank der neue PageRank ist. Denn der Trust Rank bestimmt viel mehr das Ranking einer Seite, als dies der PageRank tut. Einen hohen Trust Rank erhält man unter anderem dadurch, dass Suchmaschinen die eigene Seite als qualitativ hochwertig und vertrauenswürdig erachtet.
Ein weiteres Argument, welches verdeutlicht, dass der PageRank nicht den großen Einfluss auf das Ranking einer Seite hat, wie vielerseits behauptet wird, ist die Tatsache, dass sich aufgrund von einem PageRank Verlust (zum Beispiel von PR 4 auf PR 3) die Platzierungen nicht unbedingt verschlechtern. Wäre der PageRank also das Maß der Dinge, so müssten sich bei einer Abstufung auch die Platzierungen nach unten hin verändern. Des Weiteren wäre es auch hirnrissig zu vermuten, dass sich die Güte einer Seite anhand von einer Skala, die zehn Abstufungen hat, adäquat messen ließe.
In diesem Zusammenhang kann man also sagen, dass der PageRank nicht der Faktor ist, auf den eine SEO Kampagne abzielt. Suchmaschinenoptimierung wird eingesetzt, damit ein zielgerichtetes Publikum auf die Seite findet. Das erreicht man unter anderem damit, dass man bei den Suchmaschinen für relevante Keywords dementsprechend gut gelistet ist. Wie wir gesehen haben, ist diese gute Listung nicht wirklich vom PageRank abhängig.
Ein weiterer Grund, warum für Google der PageRank wahrscheinlich nicht mehr maßgeblich für die Bewertung einer Seite ist, ist die Tatsache, dass der PageRank auch erkauft werden kann. Es ist nicht schwer sich viele (aus PageRank Sicht) hochwertige Backlinks zu kaufen, welchen den eigenen PageRank dann auch in die Höhe schnellen lassen. Nur dieser erhöhte PageRank garantiert dann nicht, dass die eigentliche Seite ohne weiteres Zutun im gleichen Maße, wie der PageRank, bei den Suchmaschinenergebnisseiten in die Höhe schnellt.
Dies sollte vor allem beim Linkbuilding berücksichtigt werden. Denn viele Leute legen immer noch einen all zu großen Wert darauf, dass die Seite, welche den Backlink gibt, einen möglichst hohen PageRank besitzt. Dabei gibt es viele andere Faktoren, die bei der Beurteilung eines Linkpartners eine Rolle spielen sollten. So zum Beispiel die Themenverwandtschaft zur eigenen Seite, die Anzahl der bereits ausgehenden Links, der Anchor Text des Links und so weiter.
Die gebrachten Argumente, warum der PageRank nicht mehr den einstigen Status hat, sollen allerdings nicht falsch verstanden werden. Der PageRank kann durchaus noch nützlich sein.
So ist es allemal hilfreich sich bei der Bewertung eines Partners den PageRank anzusehen. Weniger um zu sehen, wie hoch dieser ist, sondern vielmehr um darauf zu achten, ob überhaupt einer vorhanden ist. Ist nämlich keiner vorhanden, ist dies in den allermeisten Fällen ein eindeutiges Indiz darauf, dass die Seite neu ist und sich deshalb eine Partnerschaft mit dieser Seite womöglich nicht lohnen wird.
Vor allem auch bei den Usern und dort vor allem bei den potentiellen Käufern hat sich herausgestellt, dass diese einer Seite mit hohem PageRank mehr Vertrauen schenken, als sie dies einer Seite mit niedrigem PageRank tun.
Nachdem der PageRank in den Köpfen der meisten Leute immer noch den einstigen Status inne hat, ist es auch nicht schlecht einen hohen PageRank zu haben, wenn man von seiner Seite ausgehende Links verkaufen möchte.
Abschließend kann man dem PageRank noch zu Gute halten, dass es verschiedene Verzeichnisse gibt, bei denen Seiten nach der Höhe des PageRanks gelistet werden. Hat man also einen hohen PageRank, wird man früher gelistet, was dann einen qualitativ hochwertigeren Backlink zur Folge hat.
Alles in allem kann man also sagen, dass es sicherlich nicht schadet, wenn man über einen hohen PageRank verfügt. Schaut man sich seine Bedeutung allerdings allein unter dem Gesichtspunkt der Platzierung bei den Suchmaschinen an, kann man mit Sicherheit sagen, dass er vernachlässigt werden kann.

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