RSS Verzeichnisse – Gut oder der Mühe nicht wert?

Jeder kennt die vielen Seiten, bei denen man sich kostenlos anmelden kann, seinen RSS Feed einträgt und diesen dann für jedermann zugänglich macht.
Das hört sich im ersten Augenblick nicht schlecht an, denn man bekommt geschenkte Backlinks, welche über die erstellten RSS Feeds auf die eigene Seite kommen.
Das Problem ist allerdings, dass diese Feeds für wirklich jeden zugänglich sind, also auch für die Suchmaschinen. Das ist eigentlich eine gute Sache, denn damit die Backlinks einen Nutzen haben, müssen diese die Suchmaschinen auch erkennen. Doch bei den meisten RSS Verzeichnissen ist es so, dass der Link mit einem nofollow Attribut versehen wird. Das heißt, dass dieser von den Suchmaschinen nicht verfolgt wird. Manche mögen sich jetzt denken, dass das auch noch zu verkraften ist, denn wenn der Backlink schon keine Bedeutung aus der Sicht der Suchmaschinenoptimierung hat, dann bringt er mir wenigsten Traffic auf die Seite. Dazu kann man allerdings sagen, dass diese Dienste im deutschsprachigen Raum so gut wie kaum genutzt werden, also wird sich auch der Traffic nicht viel steigern.
Im schlimmsten Falle kann ein Eintrag in solchen Verzeichnissen auch noch bewirken, dass das Ranking einer Seite fällt, anstatt – wie gewünscht – zu steigen. Das ergibt sich aus dem ganz einfachen Grund, dass der Text, der in den Feeds auf der Verzeichnisseite enthalten ist, von der Suchmaschine ebenfalls indiziert wird. Das hat dann zur Folge, dass die Suchmaschine den gleichen Inhalt auf mehreren Seiten sieht, sie sieht somit den berüchtigten Duplicate Content.
Das Problem mit dem Duplicate Content ist, dass dieser wahrscheinlich von den Suchmaschinen abgewertet wird. Diese Abwertung fällt dann in den meisten Fällen auf die eigene Seite zurück und somit hat man sich mit der Arbeit, die man in die Eintragung von RSS Verzeichnissen aufgebracht hat, eigentlich im Grunde genommen eher mehr geschadet, als geholfen.

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