Zeitmanipulation als Waffe gegen Duplicate Content

Die Duplicate Content Debatte geht in eine neue Runde und es zeichnet sich eine neuer Trend ab. Nach neuesten Erkenntnissen werden Seite, die über Duplicate Content verfügen, bei Google nicht mehr abgestraft indem die Suchmaschine sie aus dem Index streicht. Allerdings versucht Google neuerdings allem Anschein nach das orginäre Dokument ausfindig zu machen mit dem Ziel, die sogenannten Dubletten dann in weiterer Folge weniger stark zu gewichten. Das orginäre Dokument ist jenes, welches zuerst online gegangen ist. Klarerweise steht dann dieses an erster Stelle und alle anderen Dubletten werden nach ihm gereiht.
Das Problem von Duplicate Content haben vor allem Nachrichtenseiten. Denn häufig ist es so, dass diese die Pressemeldungen so ins Netz stellen, wie sie diese erhalten, ohne sie umzuschreiben. Es ist also schwierig bei mehreren Hunderten gleichen Nachrichtenmeldungen als orginär zu gelten.
Wie kann man nun also vorgehen und erreichen, dass Google einen als Urheber des Dokuments sieht? Die Lösung scheint recht einfach und gleichzeitig banal zu sein. Indem man das Datum und die Uhrzeit manipuliert, kann man erreichen, dass das Veröffentlichungsdatum zurückgestellt wird und man als Urheber einer Pressemeldung gilt. Ist man also dabei eine Nachricht ins Internet zu stellen und hat bemerkt, dass die Konkurrenz schneller war, zum Beispiel hat diese um 11.30 die Nachricht bereits veröffentlicht, dreht man einfach an der Zeitschraube und manipuliert die Zeit so, dass die Nachricht um 11.25 veröffentlicht wurde.
Diese Vorgehensweise kann im Prinzip auch für andere Webinhalte angewendet werden. Einen Haken gibt es allerdings bei der Sache. Wurde die Seite, die an der Zeitschraube drehte und den Text folglich vor der Konkurrenz um 11.25 online stellte, um 11.25 gecrawlt, war der Text klarerweise noch nicht auf der Seite enthalten. Das kann dazu führen, dass der Schwindel auffliegt.
In der Regel, wird die Seite aber nicht immer sofort, wenn ein neuer Text auf die Seite kommt gecrawlt und so bleibt mit Sicherheit ein kleiner Spielraum. Dieser Spielraum kann im Extremfall nur wenige Minuten betragen, die aber immer noch ausreichen, um vor der Konkurrenz präsent zu sein.
Wie es aussieht haben dieses Prinzip auch einige Nachrichtenseiten für sich entdeckt. Denn in letzter Zeit war auffällig, dass Seiten, die zuvor nicht so weit vorne gelistet worden sind, immer häufiger an oberster Stelle erscheinen.

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