Bringt sich Google selbst in Gefahr?

In einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CNN erzählt der Suchmaschinen-Chef Eric Schmidt über die Pläne, Gefahren und Herausforderungen, die in Zukunft auf Google zukommen werden.
Eric Schmidt wurde die Frage gestellt, wie sich Google gegenüber negativen Einflüssen von anderen Unternehmen verhalte und ob diese der Riese, aufgrund seiner quasi Monopolstellung, überhaupt spüre. Schmidt antwortete daraufhin, dass man in der Branche der Suchmaschinen diese negativen Einflüsse, anders als manche vielleicht erwarten mögen, schneller und härter spürt, weil es sich um einen Markt mit großen Wachstum und schnellem Wandel handle.
Die größte Gefahr und gleichzeitig die größte Herausforderung für Google in Zukunft seine Stellung halten zu können, sieht er im Unternehmen selbst, besser gesagt in der Führung des Unternehmens. Als Beispiel führt er an, dass Manager ihre Position meist aufgrund ihrer eigenen Fehler verlieren und nicht weil jemand anderer etwas falsch gemacht hat. Die Ressourcen innerhalb des Betriebs müssen deshalb immer optimal verteilt sein, um nicht einen falschen Weg einzuschlagen. Die Entwicklung von Google Aps beispielsweise war sehr zeitaufwendig, bei der man leicht das eigentliche Ziel außer Augen verlieren hätte können und man in unwichtigen Details hätte hängen bleiben können. Ein im Voraus konkreter Plan sei deshalb eines der wichtigsten zu beachtenden Dinge.
Beträchtlich ist auch die Größe des Unternehmens: in geringster Zeit ist Google von 7.000 auf 17.000 Mitarbeiter angewachsen und dieser Trend nach oben wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern. Schmidt sieht darin aber kein Problem, als er darauf angesprochen wurde, ob ein so schnelles Wachstum nicht auch Schwierigkeiten in der Strukturierung und Organisation mit sich bringe. Er konterte die Frage mit der Gegenfrage, ob es Microsoft schwer hätte mit 70.000 Mitarbeitern etwas auf die Beine zu stellen?
Bleibt also abzuwarten, ob Google sich seiner Stellung nicht all zu sicher ist, wenn die einzige potentielle Gefahr nur aus den eigenen Reihen erwartet wird. Hochmut kommt oft vor dem Fall, allerdings, wie die Dinge derzeit aussehen, ist es aber durchaus möglich, dass der Fall bei Google ausbleibt.

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