Das zweite Leben hat ein Ende, wird es ein weiteres geben

In der Frankfurter Allgemeinen war am 5.April 2008 schon eine Totenrede auf das Second Life Projekt zu lesen. Viele Firmen zögen sich zurück, der Aufwand der Pflege auf der Plattform würde sich nicht mehr lohnen. Man bekam in dem Artikel den Eindruck, dass demnächst der letzte die Tore schließt. Lohnt sich jetzt noch ein Häuschen in einer solchen Plattform einzurichten. Gerüchte und Hypes sind Wellen unterworfen. So richtig hat noch niemand Wellenbewegungen nachvollziehen können. An einem Tag sind Aktionen Milliarden wert, an einem anderen sind sie das Papier nicht mehr wert, auf dem sie gedruckt wurden. Das geschah in der Tulpenkrise in Amsterdam, das geschah in der Weltwirtschaftskrise und nun leidet auch Second Life. Kann man, das ist die Frage, eine Sache lange Zeit oben halten. Es scheint dann zu gehen, wenn man eine Entwicklung warm hält. United Internet sprach einmal davon, dass sie jeden Monat 10 Prozent Neuerungen bringen wollten. Was auch immer 10 Prozent hier sind. Das Second Life Projekt hat wahrscheinlich einmal zuwenig Entwicklung getrieben oder dies nicht ausreichen kommuniziert. Hier gilt die Devise, tue Gutes in der Welt und erzähle es möglichst auch jedem. Ob man hier noch werben und aktiv werden sollte, ist eine knifflige Frage. Eine Welle, die zusammen gebrochen ist wird nie wieder so stark sein, wie sie einmal war. Das sieht man an Projekten wie Yahoo. Vielleicht sollte man doch hier besser auf Projekte wie Facebook et al setzen. Man sollte nie versuchen, ein totes Pferd zu reiten.

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