Google Suchergebnisse und die Wahrnehmung

Wo etwas auf dem Bildschirm steht ist nicht egal. Es gibt für jeden Bildschirm Bereich Präferenzen. Schon sehr früh hat man in der Wahrnehmungsforschung festgestellt, dass für verschiedene Aufmerksamkeitsebenen unterschiedliche Punkte im Blickfeld des Anwenders wichtig sind. Die Mitte des Bildschirmes ist grob gesagt für das bewusste Wahrnehmen zuständig. Für die unbewusste Wahrnehmung scheint ein Blinken an der Linken oberen Ecke wichtig zu sein. Es gibt nun auch Studien über die Wahrnehmung von Google Suchergebnissen. Je nach Intention des Internetbesuches sind die Wahrnehmungen anders.      Die Studie hat ergeben, dass Menschen mit Kaufinteresse sich mehr auf das eigentliche Suchergebnisse konzentrieren als auf die Werbeanzeigen. Diese sind eher problematisch, die rechte Flanke wird nur von den zufällig Durchbrowsenden bemerkt. 98% der Recherchierenden starren auf die Mitte. Das entspricht der erwarteten Ergebnis, die Herrschaften suchen ja mit Verstand, deswegen Konzentration auf die Mitte. Die Beobachtungen wurden übrigens mit einer Brille durchgeführt, die die Pupillenbewegung mitprotokollierte. Das ist ein in der Werbetechnik gängiges Verfahren. Ein Drittel der so Suchenden blicken auf den rechten Rand. Vor dem  Zuschlagen braucht unser Mustersurfer etwas 10 Ergebnisse. Dann schlägt er zu und betrachtet klickt auf ein Ergebnis. Menschen, die ein konkretes Problem haben, schauen übrigens intensiv auf den Text nicht auf die Marke. Welche Schlussfolgerungen für Fischfangen haben solche Ergebnisse. Zunächst, man hat vielleicht 3 Sekunden Zeit, um die Menschen zu fangen. Dann bleiben einem noch 10 Sekunden um ein Glücksgefühl bei dem zukünftigen Kunden zu erzeugen. Dann muss man, wie beim Angeln, den Fisch ans Land holen. Am besten mit einem kostenlosen Download.
Um Kunden zu fangen braucht es zwei Dinge, Besuchszahlen und Dichte. Beides Zusammen führt zum Erfolg. Wenn man also nicht nur auf Traffic aus ist so sollte man versuchen, die Gedanken seiner Kunden zu erahnen und in wenigen Sätzen zu spiegeln. Übrigens, das ist die Technik, die die Boulevardblätter bis zur Spitze gebracht hat. In dieser Hinsicht gilt, vom Express lernen heißt siegen lernen.

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